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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 809 mal aufgerufen
 Das bin ich
Psychologiestudentin Offline

Tagelöhner

Beiträge: 4

02.05.2013 11:42
Wer ich bin Antworten

Hallo liebe Menschen,

ich heiße Katharina, bin 26 Jahre alt und auf euch gestoßen, weil ich im Rahmen meiner Abschlussarbeit in Psychologie zum Thema Trauma und Gesundheit forsche.

Nach Abschluss meines Studiums möchte ich als Psychologin gerne Menschen helfen, mit belastenden Erfahrungen umzugehen und deshalb beschäftige ich mich momentan intensiv mit diesem Thema.

Aus diesem Grund stelle ich gerade eine online-Befragung zusammen. Den Link dazu würde ich sehr gerne (zusammen mit einer genaueren Beschreibung, worum es geht und was für Fragen vorkommen werden) hier im Forum posten, damit interessierte Menschen teilnehmen können, wenn sie dies wollen.

Ich hoffe sehr, dass das keinen Forenregeln widerspricht und wenn ja, dann tut mir das Leid und dann werde ich den Link selbstverständlich nicht hier einstellen.

Ich finde es wunderbar und sehr wichtig, dass es solche Foren gibt!

Herzliche Grüße,
Katharina

Arthus Offline

Lehrling

Beiträge: 22

07.07.2013 01:00
#2 RE: Wer ich bin Antworten

Hey!

Bisde bei den gefallenen Engeln schon gewesen.
In Foren wirst du wenig Glück haben.
Geschützte Bereiche.
Warst du schon in dem Forum Hoffnungsreise?
Hast du konkrete Fragen wo ich dir weiterhelfen kann?
Ich habe langjährige und umfangreiche MB Erfahrungen.

LG. A.

Psychologiestudentin Offline

Tagelöhner

Beiträge: 4

07.07.2013 12:52
#3 RE: Wer ich bin Antworten

Hallo,

danke für die Antwort und das Hilfsangebot!
Ich habe die Umfrage jetzt bereits abgeschlossen. In einigen Foren war eine rege Teilnahme, sodass letztendlich sehr viele Menschen den Fragebogen ausgefüllt haben. Bin jetzt gerade an der Datenauswertung und ersten Schreibversuchen.

Liebe Grüße,
Katharina

Arthus Offline

Lehrling

Beiträge: 22

07.07.2013 13:05
#4 RE: Wer ich bin Antworten

Hey Katharina!

Schön, dass du Leute gefunden hast.
Es ist nicht immer leicht für Betroffene bei so was mitzumachen.
Hoffe du kannst das verstehen.
Wünsche dir eine erfolgreiche Schreiberei.

Und darf ich fragen worum es in dem Fragebogen geht?

LG.

Psychologiestudentin Offline

Tagelöhner

Beiträge: 4

09.07.2013 15:26
#5 RE: Wer ich bin Antworten

Hey!

Das kann ich nachvollziehen, deshalb habe ich auch immer darauf hingewiesen, dass belastende Erlebnisse abgefragt werden und ein Abbruch der Teilnahme jederzeit möglich ist. Umso dankbarer bin ich natürlich über die rege Teilnahme!

Es ging in dem Fragebogen um den Zusammenhang zwischen belastenden Lebensereignissen und der Einschätzung von gesundheitlichen Risiken sowie dem Risikoverhalten im Bezug auf die Gesundheit.

Liebe Grüße,
Katharina

Arthus Offline

Lehrling

Beiträge: 22

09.07.2013 21:10
#6 RE: Wer ich bin Antworten

Hey Katharina!

"Es ging in dem Fragebogen um den Zusammenhang zwischen belastenden Lebensereignissen und der Einschätzung von gesundheitlichen Risiken sowie dem Risikoverhalten im Bezug auf die Gesundheit."

Ich will ja nicht nerven, aber ich will es trotzdem tun.

Das Thema ist ja sehr umfangreich und für jeden Einzelnen auch ganz anders.
Was ich an der Frage nicht ganz verstehe ist:
"Die Einschätzung von gesundheitlichen Risiken." Dem Einen passiert viel und er verarbeitet es mit sehr viel Mühe. Dem anderen passiert wenig und er schafft es kaum oder der nächste strebt eher nach Rente als nach Genesung.
Viele reiten lange Zeit auf ihren Diagnosen herum. Für mich ist das eher ungünstig.
Ich habe zwar oft Probleme, aber als Diagnose sehe ich mich nicht mehr.
Das würde ein Fachmann wahrscheinlich nicht so sehen.
Aber ich meine, wenn ich eine PTBS habe und damit gut zurecht komme. Habe ich die dann noch?
Wenn ich ein DIS hätte und damit zurecht komme, ist es dann überhaupt noch eine Diagnose.
Ich meine eher nicht.
Weil es geht ja keinem Menschen wirklich immer gut.
Und keiner ist deshalb für immer krank.

Schwierige Frage gell, aber vielleicht hast du dir da ja mal Gedanken dazu gemacht für deine Arbeit.

"Bzgl. Risikoverhalten in Bezug auf die Gesundheit:" Meinst du da Selbstverletzungen, Suchtmittelgebrauch, etc.?


Das würd mich alles mal Interessieren wie das ein Studierender sieht.
Hoffe du hast Zeit dazu.
Dann danke ich.

LG. A.

Psychologiestudentin Offline

Tagelöhner

Beiträge: 4

13.07.2013 08:52
#7 RE: Wer ich bin Antworten

Hey Arthus,

erst mal: Du nervst nicht :)

Mir ist klar, dass das Thema und die Erfahrungen für jeden Menschen ganz unterschiedlich sind. Was die Wissenschaft dabei versucht, ist meistens, nämlich bei quantitativen Untersuchungen, bei qualitativen sieht das ganz anders aus) aus den Daten vieler Menschen Aussagen für die Allgemeinheit zu generieren, die dann natürlich nicht für jeden einzeln, aber für die meisten gelten.
Ich persönlich finde es schwierig, Menschen in die Kategorien "krank und gesund" zu packen, denn solche Kategorien sind immer auch ein Stück weit willkürlich gewählt.Aber wenn es in irgendeiner Form zur Hilfe (bzw. zur Finanzierung der Hilfe, wie es unser Gesundheitssystem voraussetzt) beiträgt, dann muss das manchmal sein. Generell denke ich, dass jeder Mensch am besten über sich selbst Bescheid weiß und Hilfestellungen von außen eben immer nur Hilfestellungen sind. Trotzdem finde ich es gut und wichtig, dass solche Unterstützungsangebote in Form von Therapie, Beratung etc. existieren (sonst würde ich ja auch kaum Psychologie studieren). Habe ich Deine Fragen beantwortet? Sie waren für mich nicht so richtig konkret, aber wenn ich sie nicht beantwortet habe, frag einfach nochmal, vielleicht kriege ich es beim nächsten Mal besser hin.

Ist natürlich auch alles nur meine ganz persönlich Meinung, das bitte immer im Hinterkopf behalten.

In meiner Studie ging es (in ganz allgemeiner Auslegung, weil es auf dem Gebiet bisher nur ganz wenig Forschung gibt) darum, ob Menschen, die schon mehr potentiell traumatische Erlebnisse hatten (nicht PTBS, sondern nur die Anzahl an Erlebnissen, die unter Umständen dazu führen könnten - Diagnosen kann ich im Onlineverfahren ja nicht stellen!)ihr Risiko an den gängigsten Erkrankungen, die hinter häufigen Todesursachen in Deutschland stecken (Krebs, Herzkreislauferkrankungen, Schlaganfall etc.), zu erkranken, anders einschätzen als Menschen mit weniger potentiell belastenden Erfahrungen. Dann habe ich mir noch angeschaut, wie es um diese Risikoeinschätzung für andere Leute steht (also: Schätze ich, wenn ich mehr potentiell belastenden Erfahrungen hatte, die gesundheitlichen Risiken für meine Mitmenschen anders ein?) und wie es mit Gesundheitsverhalten (Vorsorgetermine, Alkohol- und Tabakkonsum, Sonnenschutz- und Sportverhalten etc.) aussieht.

Hast Du jetzt ein konkreteres Bild davon?

Viele Grüße,
Katharina

Arthus Offline

Lehrling

Beiträge: 22

13.07.2013 14:43
#8 RE: Wer ich bin Antworten

Hey!

Jäs, wir haben ein konkretes Bild davon was du machst und wir finden es sehr interessant.

Im ersten Teil deiner Ausführung stimme ich voll und ganz zu.
Wissenschaft, Erkentnisse etc.
Dann aber was der Einzelne daraus macht oder besser gesagt machen kann.
Das ist ein riesen Unterschied, stelle ich immer wieder fest.

Wir haben langjährigen und sehr umfangreichen MB erlebt.
Die einzelnen Traumen können wir alle gar nicht mehr zählen.
Und vom 3. LJ. an daran gekämpft.
Und später auch Therapie gemach, als wir uns der Herkunft enziehen konnten.
Und immer wieder daran gearbeitet.
Und und und.

Folgeerkrankungen entstehen sicher.
Wenn man nichts tut oder zu wenig oder die Richtung nicht findet.
Wir glauben, es ist ein Lebenswerk daran zu arbeiten.
Und dennoch werden viele immer an den Folgen leiden oder schlimme Erkrankungen bekommen.
Aber das können auch Nichtopfer, wenn sie sich den Lebensumständen nicht anpassen.
Wir interessieren uns für deine Arbeit.
vielleicht kannst du mal mehr berichten wenn du Zeit hast.

Da arbeiten wir auch schön fleißig dran.
An unserem Leben und daran, dass nichts schlimmeres auf uns zu kommt.
Und wenn doch wir es tragen können.

Sei nicht böse, wenn ich wir schreibe.
Ich arbeite nicht alleine daran.
Und er ist immer sehr aktiv dabei.
Das muss ich respektieren und ihm auch hoch anrechnen.
Ohne ihn hätte ich es früher ja gar nicht geschafft.
Das hält mir heute noch den Rücken für das Hier und Jetzt und den Alltag.
Er heißt Sam, ist 14 Jahre alt und vorwiegend für die Inneren Angelegenheiten zuständig.
Hoffe du kannst damit.

Wünschen dir ein schönes WE und gute Arbeit und vor allem, dass du Zeit für Pausen findest.

LG. ASTRE

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