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 Angehörige von Opfern
stillerschmerz Offline

Tagelöhner

Beiträge: 1

28.07.2016 16:02
Borderline sexueller Missbrauch Antworten

Hallo meine Tochter ist vor ca 3 Jahren sexuell missbraucht worden. Auf dem Nachhauseweg von einem Gartenlokal ist ihr ein Auskänder der auch Gast war gefolgt und hat sie gewaltsam fest gehalten , zu Oralverkehr gezwungen und befummelt. Meine Tochter war vor dem Vorfall schon seelisch angeschlagen = leichtes Borderlinesyndrom, depressive Schübe. Durch die Tat wurde ihr Borderline viel schlmmer. Sie ritze sich die Oberschenkel auf, trank viel Alkohol, nahm extrem zu, hatte ihre Gefühle nicht mehr unter Kontrolle oder war nicht fähig etwas zu fühlen, hatte mit Angstzuständen und Panikattacken zu tun und war nicht arbeitsfähig. Bei jedem Gang außer Haus mußten wir sie begleiten, sie war leider ein paar Wochen in einer Psychiatrie wo es fast keine Einselgespräche gab und nur Gruppentherapie was das Borderline betraf und man gab ihr versehentlich Antidepressiva hinter einander die starke Wechselwirkungen auslösten z.B. sie war total überdreht durch den hohen Serotoninspiegel und hat versucht sich mit Tabletten umzubringen aber wie sie sagt eigendlich niemals vor hat. Inzwischen ist es ja bekannt dass einige Antidepressiva in der Eindosierungsphase , bei Überdosierung, als Absetzsymptom oder bei einer Wechselwirkung als unerwünschte Nebenwirkungen verstärkte Suizidgedanken auslösen können. Sie hat es Gott sei Dank überlebt. Am Anfang wollte sie auf keinen Fall aus Angst vor dem Täter den Täter anzeigen und sie sah sich dem psychischen Stress einer Klage auch nicht gewachsen.
Mit einer Therapie war es schwierig da man uns sagte wenn das traumatische Erlebnis therapiert wird könnte das Borderline stärker werden. Also fand keine richtige Therapie statt. Ein Jahr nach der Tat hat meine Volljährige Tochter selbst beschlossen doch gegen den Täter zu klagen und es folgten lange Befragungen bei der Staatsanwaltschaft, bei Psychologen der Polizei usw. Das hat meine Tochter noch einigermaßen gut weg gesteckt.
Aber seid kurzem geht der eigendliche Prozess los und das was von meiner Tochter verlangt wurde war fast als menschenunwürdig zu bezeichnen. 3 Tage vor Prozesstermin kam der Bescheid dass sie nicht über Camera gegen den Täter als Zeugin aussagen kann. Wir hatten extra einen Antrag gestellt da meine Tochter mehrmals in schlimme Panik verfallen ist wenn ihr der Täter zufällig auf der Straße gegegnete. Also mußte sie es versuchen diese Situation auszuhalten und sie ist 3 mal zusammengeklappt und eine Befragung war am 1. Tag nicht möglich.
Am nächsten Tag durfte sie dann doch vom Zeugenzimmer aus über Video ihre Aussagen machen aber sie wurde über 5 Stunden immer weiter befragt, immer wieder die gleichen unangenehmen Fraen und es mußte mehrmals unterbrochen werden weil meine Tochter nicht mehr konnte und nur noch geweint hat.
Jetzt haben wir den Eindruck dass die Gegenpartei versucht ihre Aussage als unglaubwürdig darzustellen weil sie Borderline hat. Ihr Borderlin hat sich aber extrem gebessert. Kein Alkohol, kein ritzen, ihr Verhalten ist inzwischen als normal zu bezeichnen.
Wenn ich richtig liege ist die Gerichtspsychologin oder Psychiaterin schon sehr alt und man weiß dass man in diesen Berufen auf anstumpft und selbst nervlich oft nicht mehr ganz OK ist.
Gibt es irgendeinen Rat den mir hier jemand geben kann um meiner Tochter zu helfen möglichst wenig seelischen Schaden zu bekommen durch das Gerichtsverfahren welches sich leider noch bis nächtes Jahr hinzieht und worauf man achten muß damit sie den Prozess gewinnt und nicht weil sie unglaubwürdig hin gestellt wird weil in ihrer Krankenakte Borderline steht? Ich müßte eigendlich noch viel mehr schreiben aber das sind die wichtigsten Daten.

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