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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 868 mal aufgerufen
 Selbst Opfer
T.I.S.N. Offline

Tagelöhner

Beiträge: 2

17.11.2011 00:15
Erhoffe mir etwas hilfe oder Ratschläge Antworten

Also ich will kurz mal meine Geschichte erzählen (sorry wenn es länger wird), erzähle aber von anfang an um sich vielleicht besser in meine
Lage zu versetzen.
Ich will keine ofiziellen Namen nennen und auch keine Straßen deshalb benutze ich andere. Ich schreibe auch gewisse Worte nicht aus rücksicht auf andere Opfer.

Ich war 7 als ich eingeschult wurde, als ich 5 Jahre alt war sind wir umgezogen in die Beckerstraße. Meine Eltern, mein Bruder und ich.
Ich habe mich sehr gefreut da im selben Haus meine beste Freundin wohnte, der Innenhof war rießen groß und ein Paradies für Kinder und
es gab einen netten Onkel. Mit den Tagen ist das Verhältnis meiner Eltern und dem Onkel (Herr Meier) immer besser geworden und sie Freundeten sich
an. Es gab hier und da mal ein Abendessen und auch Geburtstage. Herr Meier war wirklich sehr nett. Ich habe immer Schokoade bekommen, wenn ich geärgert wurde half er mir und wenn andere Hausbewohner meinten ich sei zu laut und solle nicht auf die Wiese gehen, dann hat er sie zurecht gewießen, alles in allem also ganz normal. Irgendwann waren meine Eltern und Herr Meier so gut befreundet, das er mich später sogar von der Schule abholte wenn ich krank war oder wenn ich von einer Klassenfahrt wieder kam. Irgendwann fragte mich Herr Meier, ob ich weis was Sex ist. Ich war da ungefähr 8 Jahre alt. Ich sagte natürlich nein, welches Kind weis in dem alter schon was Sex ist und wie es gemacht wird. Irgendwann sagte er zu mir, er zeigt mir wie es geht. Ich war natürlich zu klein um richtigen Sex zu haben, das wäre aufgefallen, also fing er erstmal an mich zu streicheln. Irgendwann wollte er das ich seinen ***** in die Hand nehme und halt gewisse Sachen mache. Irgendwann wollter er mich Oral befriedigen, was natürlich nicht geklappt hat, in diesem alter empfindet man ja noch nicht so. Jahrelang wusste niemand davon. Ich dachte natürlich mit 8 Jahren das es normal ist, als ich älter war, war mir natürlich klar das es nicht so ist. Ich dachte mir immer, ich erzähle es keinem, meine Eltern würden mir eh nicht glauben, da ich für diese eine notorische Lügnerin bin und andere glauben mir vielleicht auch nicht.
In meiner Familie war ich das schwarze schaf. Ich hab angeblich ständig gelogen, hatte nur mist im Kopf. Wenn etwas war habe ich als erstes den Schlag bekommen, wenn am ende rauskam das ich es doch nicht war, hieß es nur, wer konnte das denn wissen. Meine Eltern haben einen zwanghaften Kontroll zwang, diese meinen das natürlich nicht, aber mal ganz ehrlich, wer tut seinem Sohn sagen er soll den Kontakt zu seiner Schwester abbrechen weil die angeblich geklaut hat und der Sohn ist in dem Fall 25 und wohnt nicht mehr Zuhause. Mein Zimmer wurde in meiner Abwesenheit durchsucht. Ich bin dann mit 18 weggegangen weil ich es einfach nicht ausgehalten habe, denn selbst mit 18 sollte ich um 20 uhr zu Hause sein und bei meinen Kindern habe ich ja eh nix zu melden laut meiner Eltern. Aber ich habe meine Eltern geliebt, auch wenn ich geschlagen wurde und das manchmal so das ich nicht zur Schule gehen konnte und ich liebe sie immer noch, aber es besteht kein Kontakt. Der Grund dafür ist.............

ich war so froh das wir umziehen wollten, zum Glück noch rechtzeitig, bevor Herr Meier mit einer Vergewaltigung anfangen konnte.
Ich war zu diesem Zeitpunkt 14 jahre alt. Mit 16 habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten. Ich hatte so einen extremen Hass auf meine Eltern das sie so viel vertrauen zu ihm hatten und das sie NICHTS gemerkt haben, oder sie haben etwas gemerkt und haben nichts getan weil sie mich so sehr hassten. Ich dachte mir ich sage es ihnen jetzt einfach, vielleicht wird dadurch alles besser, er würde seine Strafe bekommen und alles wäre gut, aber es kam alles viel schlimmer. Herr Meier hatte einen Kosenamen für mich, der eigentlich schon alles sagte wenn man ihn hörte (will ihn nicht nennen, weiß nicht ob das so gut ist wenn den andere Opfer lesen). Ich wollte das Gespräch beginnen indem ich meinen Eltern sagte wie er mich nennt, das einzige was von meinen Eltern kam: "er mag dich halt gerne" oder "das ist doch nichts schlimmes". Aber für mich war es schlimm. Ich habe gar nichts weiter gesagt, da sie ja nichtmal was dagegen hatten wie er mich nennt und das sogar in der öffentlichkeit. Ich dachte mir das sie das andere dann auch nicht interessieren wird. Bis heute habe ich es meinen Eltern nicht gesagt und ich weis nicht ob das jemals geschehen wird.

Das ist im groben meine Geschichte.
Ich habe trotz dieser Erfahrungen zwei Kinder und einen Freund mit dem ich ohne Probleme Intim sein kann.
Aber es wurde etwas anderes gestört, was bei den meisten vielleicht unter geht, das Verhältnis zu den Eltern.
Ich habe zu meinen Eltern keinen Kontakt, obwohl ich es so extrem gerne möchte, aber ich hasse sie einfach nur noch. Immer wenn ich sie sehe muss ich an damals denken, das mir keiner geholfen hat und mir keiner wirklich zugehört hat oder es nicht wollte. Ich habe diesen extremen Drang es den beiden einfach an den Kopf zu knallen, das ich so geworden bin weil die beiden einfach ignorant waren, auf der anderen Seite habe ich Angst das sie wieder nicht zuhören und mir nicht glauben da ich in ihren Augen immer nur Lüge. Ich möchte so gerne eine Therapie mit den beiden machen, wo ich sagen kann was mich bedrückt und wo ich von jemand anderem unterstützung bekomme. Wo die beiden nicht einfach gehen können oder mich wieder fertig machen können, aber daran hat keiner Interesse und das Geld dafür habe ich auch nicht.
Ich weis einfach nicht was ich machen soll. Ich will es endlich an die beiden loswerden aber habe keine gelegnheit dazu.
Hat vielleicht jemand von euch einen Rat oder irgendwas in der Art?

Ich danke fürs Lesen

Arthus Offline

Lehrling

Beiträge: 22

16.12.2011 20:07
#2 RE: Erhoffe mir etwas hilfe oder Ratschläge Antworten

Hallo!

Vielleicht kann dir eine Beratungsstelle helfen.
Eine Therapie zu machen erfordert den Willen der Betroffenen.
Wenn sie kein Interesse haben dann kannst du wenig machen.
Du solltest vieleicht erst mal mit dir selbst klar kommen.
Ich habe das so gemacht, weil es mir ähnlich ging.
Dann habe ich festgestellt, dass meine Eltern es nicht wert waren.
Tat erst weh, dann ging es mir aber besser.
Weil ich Klarheit hatte und ich mich damit abgefunden hatte.
Eine eindeutigen Rat kann dir sicher keier geben.
Jeder hat so seine eigenen Geschichte und muss seinen Weg dadurch finden.
Es ist immer sehr schwierig.

LG.

Katy_40 Offline

Tagelöhner

Beiträge: 2

04.02.2012 20:01
#3 RE: Erhoffe mir etwas hilfe oder Ratschläge Antworten

hallo, also ich finde du bist sehr tapfer. aber du musst dich nun echt in eine obhut geben. du hast noch dein ganzes leben vor dir und um es zu meistern musst du verarbeiten!! und du bekommst hilfe. habe gerade auch vor den kopf geknallt bekommen,dass meine kinder jahre lang vom eigenen großvater missbraucht wurden.ich habe sofort reagiert und polizei,kripo jugendamt,ärzte,psychologen usw in angriff genommen. du musst das erlebte aufarbeiten und ganz wichtig...deine eltern müssen es wissen,weihe sie ein.eine ganz große hilfe haben wir vom weißen ring erhalten. also bitte nimm hilfe in anspruch,ich kann echt nachvollziehen wie es in dir aus sieht. mach es nicht mit dir alleine aus!!!!! ganz viel kraft wünsche ich dir und bitte bitte wende dich an den weißen ring die helfen auf jeden fall,die kennen sich damit aus!!! liebe grüße

bestFriend Offline

Administrator

Beiträge: 10

06.02.2012 00:18
#4 RE: Erhoffe mir etwas hilfe oder Ratschläge Antworten

Hallo erstmal :)
Ich kann mich im groben meinen Vorrednern eig nur anschließen.
Habe für mich selbst auch lernen müssen, dass sich nicht alles reparieren kann. Du kannst andere Menschen nicht ändern, nur dich selbst. Und du bist auch für niemand sonst verantwortlich außer für DICH, DEIN LEBEN und deine Kinder. Darauf solltest du dich konzentrieren, entweder deine Eltern kommen dann mal von allein auf dich zu oder nicht. Wenn nicht sind sie keinen deiner Gedanken wert. Hört sich hart an, aber vergiss bitte nicht, du brauchst deine Kraft noch also verschwende sie nicht an Menschen die sich eh nicht dafür interessieren. Halt dich lieber an die, die es auch wert sind.

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